Die Kastanie
Das Arme-Leute-Brot
Dass die Kastanie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an Bedeutung verloren hat, mag vielleicht daran liegen, dass man/frau sich nur mehr um die Frucht gekümmert hat. Und die war gemeinhin das Arme-Leute-Brot. Blicken wir weiter in die Vergangenheit zurück, so entdecken wir eine ganze Fülle von spannenden Zugängen im Kastanienhain. Sie reichen von Weidegrund, über Kinderspielplätze bis hin zu einer sehr wertvollen Holzverwertung. Offenkundig sind mittlerweile die Güte der Kastanie in der Küche, die landschaftlichen Charakterbilder, der Hain als Ruhe- und Erlebnisraum, die Veredelungen sprich der Kastanienschnaps, das Kastanienmehl, das Kastanienbier, die Kastanienlaubbetten und etwas, das an dieser Stelle noch nicht verraten werden soll. Die Kastanie ist kein Modebaum, vielmehr erlebt ihn die Keschtnrunde als Freigeist, als ein Geschöpf gegen allen Zeitgeist, der innehält und freie Zugänge ermöglicht.
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